words

Das Problem mit den Gästelisten

Die einen sind drauf. Die einen wollen drauf. Die einen sind drauf und geben gar kein Geld am Abend aus. Die anderen sind nicht drauf, vertrinken aber ihren letzten Cent.

Es gibt unzählige Gründe, warum Menschen auf einer Gästeliste stehen oder auch nicht.

Viele Veranstalter kämpfen heutzutage mit dem Problem, dass es sehr schwer geworden ist zu selektieren, wer wirklich drauf gehört. Man ist ja auf Facebook schon seit Jahren befreundet.

Kurzer Exkurs zum Veranstaltermodel.

In der Regel teilt sich der Veranstalter mit dem Clubbesitzer die Einnahmequellen. Der Veranstalter erhält den Eintritt und im besten Falle noch Geld von Sponsoren. Der Clubbesitzer verkauft seine Getränke an der Bar.

Wer den DJ, die Werbemittel oder das Personal stellt ist vom Fall zu Fall abhängig.

Hier fängt das Problem an. Sobald jemand auf der Gästeliste steht, verdient der Veranstalter keinen Cent mehr an der Person. Auf der anderen Seite, möchte er sich 1. keine Feinde machen und 2. einen vollen Club (Für die Eigenreputation und um den mit dem Club ausgemachten Mindestumsatz zu erreichen.)

Dem Clubbesitzer ist es in der Regel egal. Für ihn gibt es nur ein Ziel. So viele Leute wie möglich an die Bar locken. Dieser lässt seine Champagnerflaschenbesteller natürlich auch auf die Gästeliste schreiben. So behandelt man schließlich gute Gäste.

Wir lassen im unseren Gedankenszenario alle wirklichen Freunde und Familienangehörige außen vor. Denn da ist es denke ich für jeden Veranstalter eine Selbstverständlichkeit, dass man kein Geld an denen verdienen möchte.

Stellt sich die Frage, was für Vorteile bietet es dem Veranstalter, gewisse Leute auf die Gästeliste zu packen? Den Club zu füllen wurde bereits erwähnt. Den zweiten Punkt würde man im Marketing als “word of mouth” bezeichnen. Durch die Erwähnung auf einer Gästeliste erwartet der Veranstalter eine Weiterempfehlung im für ihn unzugänglichen Netzwerken.

Manche Veranstalter brauchen diese Mundpropaganda, andere sind zu Marken geworden und sind bereits als feste erfolgreiche Veranstaltungen etabliert. Soweit die rationale Betrachtung.

Möchte erfolgreicher Veranstalter X eine neue Partyreihe auf den Markt bringen, profitiert er von seinem bisherigen Veranstaltungsportfolio, oder von seinen loyalen Anhängern/Promotern (im Besten Falle mit viel Einfluss auf das lokale Partyvolk.).

Diese Anhänger müssen jedoch gepflegt werden. Mit Gästelistenplätzen. Am Besten + 10. Sonst springen einem die Anhänger schneller ab als man denkt und unterstützt die Konkurrenz.

Aber wo ist denn das eigentliche Problem? Profit.

Im jetztigen Model trägt der Veranstalter den größten Teil der Risiken, aber nur “die Hälfte” der Einnahmen. Es gibt für den Veranstalter jedoch keine Alternative, da diese auf die Lokalitäten der Clubs angewiesen sind. Auf der anderen Seite möchte der Club natürlich auch ein Gegenwert bei der Abgabe der Eintrittskosten.

Plausibel. Jedoch nicht, wenn Fremdveranstaltungen dem Club nicht als Zusatzportfolio dienen, sondern das Hauptprogramm ausmacht. Denn dabei zahlt der Veranstalter ordentlich in den Namen des Clubs ein.

Es gibt sicherlich keine für alle zufriedenstellende Lösung. Zumindest habe ich keine. Vielleicht sollten Veranstalter und Clubs sich mal ernsthaft Gedanken dazu machen, damit derartige Interessenskonflikte aus der Welt geschafft werden und eine Gästeliste nicht mehr für jeden Besucher als selbstverständlich angesehen wird.

An dieser Stelle möchte ich mich dennoch bei denen Bedanken, die mich auf eine Gästeliste gesetzt haben. Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Weiterempfehlungen unterstützen!

 

 

 

 

 

events, friends, words

2012 mein beruflicher Rückblick

Viele mögen es nicht. Ich bin jedoch ein Fan von kleinen Zusammenfassungen von Kalenderjahren. Zum einen finde ich es wichtig, dass man sich bewusst macht, was man erreicht und erlebt hat, zum anderen ist es in meinen Augen eine gute Vorbereitung für das bevorstehende Jahr.

2012 war sehr aufregend und wohl das Jahr mit den größten Veränderungen in meiner bisherigen beruflichen Karriere.

Ich habe in Mai meine Zusammenarbeit mit meinen Social-Media Kunden beendet, weil ich nach der nächsten Stufe in der Karriereleiter gesucht habe.

Wie ihr bereits an anderer Stelle lesen konntet, bin ich bei GREY gelandet.
Die ersten sechs Monate waren eine tolle Zeit und ich konnte auch schon die ersten Veränderungen in der bisherigen digitalen Unternehmenskommunikation von GREY umsetzen.
Ich freue mich sehr auf die weitere Zeit bei GREY. Insbesondere auf die Zeit ab August. Denn dann fängt Viton,ein Freund von mir, eine Ausbildung mit Schwerpunkt Digital Corporate Communications an.
In der Zeit mit Kathy, meiner jetzigen Auszubildenen, habe ich festgestellt, dass es mir sehr viel Spaß macht mein bisheriges Wissen zu teilen und weiterzugeben.

Jetzt kommt nämlich die Banger News:
Neben meiner spannenden Aufgabe bei GREY erwartet mich ab Januar eine neue Herausforderung.
Ich werde an der Akademie Mode und Design in Düsseldorf unterrichten. Nämlich das Fach “Markenkommunikation im Social Web”.
Hierfür haben wir auch ein kleines Promovideo produziert:

Das sind die bisherigen beruflichen Pläne die ich für 2013 habe und ich freue mich unendlich da drauf. Auch wenn ich mich gerade im Urlaub befinde, merke ich, wie groß meine Motivation ist, das kommende Jahr zu rocken.

Vielen Dank schon mal im Voraus an alle die mich unterstützen und auf meinem Weg begleiten werden. Ich bin sehr gespannt auf die vielen Möglichkeiten die sich noch ergeben werden!
Let’s exchange something great!

news, words

Universal Children’s Day

Lange nicht gebloggt, weiß ich. Leider.
Komme durch meinen neuen Job bei GREY leider nicht so oft dazu in meiner Freizeit meinen Blog mit Inhalten zu füttern.

Aber heute ist ein guter Zeitpunkt dafür, da es sich gut verbinden lässt.

Wir haben nämlich ein schönes Video zum heutigen Weltjugendtag der Vereinten Nationen gedreht, um auf die Situation aufmerksam zu machen, dass alle 3 Sekunden ein Kind an den Folgen von Hunger, Armut, unsauberem Trinkwasser oder fehlendem Impfschutz stirbt.
Fast 1 Milliarde Menschen hungern weltweit. Jährlich sterben ca. 11 Millionen Kinder unter fünf – das sind 30.000 am Tag. Weitere 150 Millionen leiden unter Unterernährung.

Wir wissen, dass wir mit dieser Kampagne nicht die Welt verändern werden. Aber wir versuchen darauf aufmerksam machen und diese Situation immer wieder in unser Bewusstsein hervorzurufen.

Bitte teilt dieses Video über eure Kanäle und animiert zu Spenden und Gespräche.

news, words

INTERVIEW “HOFFNUNGSLIEBE” ANDREA CRUSE

Auf der Uberding – Ausstellung zum dreijährigen Blog-Geburtstag, habe ich 2011 Andrea Cruse über ihre Uberding Kollegin Mia Bühler kennen gelernt. Auf ihrer gemeinsamen Ausstellung in Berlin zur Fashion Week habe ich einige geschrieben Werke von Andrea bestaunen können. Auch ihre Vita beeindruckte mich sehr mit Individualität, welche sich direkt im Charakter widerspiegelt, was man sofort aus den ersten Gesprächen entnehmen kann. Immer wieder stand das Wort „Hoffnungsliebe“ im Raum und ich wusste nie so Recht worum es ging. Bis zum Interview mit ihr vor einer Woche. Da erzählte sie mir von ihrem tollen Projekt.

Lest selbst:

YTL:
In deiner Vita bezeichnest du dich als Schriftstellerin, Bloggerin und Hoffnungsträgerin. Was kann man daraus schließen?

Andrea Cruse:
Das ich das geschriebene Wort Liebe und die Hoffnung nie aufgebe, dass irgendjemand mein geschriebenes Wort liest und dann auch liebt.
Als Schriftstellerin schreibe ich altmodisch auf Papier und erst wenn das Gedicht oder Märchen fertig ist geht das in den Rechner hinein. Anders als bei Uberding oder anderen Blogs oder Auftragsarbeiten als Texterin. Da tippe ich sofort am Mac, deswegen die Trennung der Berufszweige, was aber nicht bedeutet das ich dieses mit weniger Liebe oder Begeisterung ausübe… das ist ein Tick von mir… und seitdem ich das so handhabe verstehen das auch die Leute, dass ich nicht nur Gedichte schreibe, sondern dass man mich auch kaufen kann. :-)

YTL:
Verstehe! Und mit Hoffnungsträgerin beziehst du dich auf was?

Andrea Cruse:
Das beziehe ich in erster Linie auf meinen Charakter und mein Projekt Hoffnungsliebe.

YTL:
Erzähl uns mehr! :) Worum geht es in deinem Projekt Hoffnungsliebe?

Andrea Cruse:
Hoffnungsliebe ist ein Gewaltpräventionsprojekt, welches zur kulturellen Bildung dient, wenn es denn in eine Schublade rein muss.
Ein Projekt, das Jugendliche aufzeigt wie man kreativ seine Frustrationen äußern kann. Es gibt ihnen ein Ventil und fördert schreiben und lesen. Teamfähigkeit wird ausgebaut und sorgt für Verständnis und setzt sich für das gemeinsame WIR ein.
Man kann die Arbeit schwierig in Worte fassen, da es ständig wächst und sich immer wieder den Herausforderungen der Gesellschaft stellt.

YTL:
Wen bezeichnest du als WIR? Jugendliche die im Projekt involviert sind, oder wir als Gesellschaft?

Andrea Cruse:
Beides! Aber bevor es ein gesellschaftliches „wir“ gibt, muss man Einzelpersonen wieder dazu motivieren und dieses Gefühl ausbauen, damit sich das dann transportiert.
Quasi wie ein Schneeballprinzip.
Das Projekt ist ja nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene oder Kinder die ein Bedarf haben.
Es vermittelt Werte wie Nächstenliebe, Respekt, dass man an seine Träume glauben darf und noch vieles mehr.

YTL:
Kannst du mir die Beweggründe nennen, warum sich Leute an Hoffnungsliebe wenden und nicht an Beispielweise staatliche Einrichtungen?

Andrea Cruse
:
Naja, ich führe es ja z.B. an Schulen, Freizeitheimen usw. aus. Bzw. bekomme die Mittel aus öffentliche Töpfe wie z.B. in Bremerhaven dem Schulamt und Präventionsrat. Aber wenn man was verändern will muss man auch schon mal andere Wege gehen….
z.B. an Schulen sind Lehrer die Noten vergeben, da ist für mich einfacher an die Jugendlichen heran zu kommen. Ich bin kein Lehrer, verteile keine Noten, sondern möchte nur wieder Platz für einen anderen Blickwinkel vermitteln. An Schulen kann es schon mal festgefahren sein und da ist es manchmal sinnvoll Externe zu holen.
Aber unterm Strich entscheidet jeder Mensch selber wen er an sich heran lässt. Bis jetzt hatte ich immer Glück :-)

YTL:
Schreiben und lesen ist in der heutigen Jugend keine beliebte Beschäftigung. Wie schaffst du es, dass sie gerade diesen Kanal als Ventil zu benutzen erlernen?

Andrea Cruse:
Ja das stimmt, aber man muss halt die Interessen der Jugendlichen mit einbeziehen, es wirkt schon Wunder wenn man danach einfach mal fragt. Ihnen zeigt wie Wörter sich verändern können wenn man andere Wörter dazu fügt usw. Das ist schon ein etwas längerer Weg…der sich aber lohnt!

READ MORE

friends, words

MEIN UMZUG IN DIE BERUFSWELT TEIL 3 – MEIN NEUER JOB BEI GREY


GREY No. 1 by Müller/Zielenski

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Mehr als 2 Jahre habe ich nun als Freiberufler gearbeitet. Nun ist es an der Zeit, einen neuen Weg zu gehen.
Ich habe einen neuen Job.
Bei GREY.
Als Digital Consultant Corporate Communications.
Es ist mein Traumjob!
Meine Aufgabe ist es, die Strategie und Realisierung der externen Kommunikation rund um das Social Web durchzuführen.
Sprich, die Digital Unit nach außen hin zu vertreten. Natürlich online, aber auch offline auf Barcamps, Tweetups etc.
Ich freue mich sehr auf diesen äußerst anspruchsvollen Job in der Mega-Agentur!

Viele werden sich wundern, warum ich von einem Freiberufler in ein Angestelltenverhältnis wechseln möchte.
Ich möchte mich auf das wesentliche konzentrieren.
Keine Rechnungen hinterherjagen,
kein Bangen um die Existenz aufgrund von offenen Deals.
Meine Ansprüche an meinen Arbeitgeber waren groß!
Es hat keinen Sinn für mich gemacht in eine kleine Agentur zu gehen, welche mit Kunden ähnlicher Größenordnung arbeitet.
Ich wollte in eine große Agentur.
Eine, welche meine Fähigkeiten trotz fehlenden Uni-Abschlusses erkennt.
Ein Team, welche hinter dem Produkt steht.
Zu 100%.

GREY!

Ein interessanter Punkt dabei ist:
READ MORE

news, words
page:  1 2 3 4 5 6 next