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Interview mit Olson zu Ballonherz

„Woher hast du deine Schuhe?“

Er trug goldene Supra-Skytops und ich rote Lack Nike Dunks.
Eine sehr ungewöhnliche Frage unter BWL Kommilitonen.
Ziemlich genau so habe ich Olson während meines Studiums auf der Unitoilette in Essen kennengelernt.
Bald trennten sich unsere Wege. Denn weder mir, noch Olson führte das Studium zu unserem Traum. Er verließ NRW und zog in die Hauptstadt. „Das Glück liegt auf der anderen Seite des Landes“ rappt er in seiner ersten Single seines kommenden Albums „Ballonherz“.
Was sich seit dem Studium verändert hat und wie er zu „James Dean“ herangereift ist, erzählt er im Interview:

 

 

„Das Glück liegt auf der anderen Seite des Landes“ heißt es in deiner Single „James Dean“. Was bedeutet Glück für jemanden, der Ende August ein Album über ein Major rausbringt?

In diesem Fall bezieht sich das Glück einerseits auf die Musik und andererseits auf meine persönlichen Ansprüche was ein ausgefülltes Leben angeht. In meinem Heimatdorf hat sich niemand für meine Passion interessiert. In Berlin hat man mich an die Hand genommen und mir die Möglichkeit gegeben, mein Debütalbum zu produzieren und rauszubringen. Ich gehe zu Fuß jeweils 10 Minuten zu meinem Label, meinem Partner für Merchandise, oder zu den Jungs die sich um meine Videos und Artworks kümmern. Die Wege sind einfach kürzer. Man lernt zusätzlich jeden Tag neue Leute kennen, mit denen sich häufig eine Zusammenarbeit ergibt.
Bezogen auf mein Privatleben meine ich mit „Glück“ Erleben zu dürfen, mich mit Menschen zu umgeben die mich und meinen Alltag bereichern, ständig etwas neues zu entdecken, auch mal auf die Schnauze zu fallen, aber dann daraus zu lernen. Vieles davon habe ich auf der einen Seite des Landes vermisst.

Was hat man dir damals in Berlin versprochen? Wie hattest du dir das vorgestellt?

Prinz Pi hatte mich mit auf Tour genommen und mir dann angeboten in seiner Managementfirma unterzukommen. Es schien sinnvoll herzuziehen, um Arbeitswege zu verkürzen etc.
Hier angekommen hat man mir alle notwendigen Komponenten zur Verfügung gestellt. Es hat nur etwas länger gedauert bis ich zugegriffen habe. Die Stadt hat mich erst einmal komplett für sich eingenommen.

Wie haben die zwei Jahre in Berlin dir geholfen, deine neue musikalische Richtung zu definieren?

Berlin hat mir die Themen vorgegeben und die richtigen Leute vorgestellt.

Du machst Musik schon seit einer sehr langen Zeit und kannst auch sehr gute Kritiken von den Medien nachweisen. Aber in August erscheint erst dein aller erstes Album. Lebst du deinen Traum? Oder war der Weg hierhin auch ein Albtraum?

„Seinen Traum leben“ klingt immer so nach „Ich hab’s geschafft, ich bin jetzt wer“. Das wäre wohl etwas hochgegriffen. Es ist aber tatsächlich so dass ich mich mittlerweile auf Montage freue. Eigentlich ist mein Hauptteil der Arbeit mit Abgabe des Masters abgeschlossen gewesen, aber jetzt kann ich allen auf die Finger schauen und verfolgen was so passiert wenn der musikalische Prozess abgeschlossen ist. Das finde ich sehr spannend.
Der Weg hierher war schon ein langer, aber kein Albtraum. Es ist bei mir immer gesund gewachsen.

 

James Dean gilt als Idol einer Protestgeneration in den 50er Jahre. Wie würdest du unsere heutige Generation beschreiben? Welche Rolle nimmst du ein?

Ich denke man kann unsere Generation nicht verallgemeinernd mit ein paar Worten darstellen. Das sieht man an beispielsweise an seiner Abschlussklasse. Da gibt es die zielstrebigen, disziplinierten, die schon vor Abschluss einen Ausbildungsplatz in der Privatbank sicher haben. Sie werden sich vermutlich für die Arbeit nahezu selbst aufgeben, dann aber in Kitzbühel Skiurlaub machen können und ein Eigenheim in Meerbusch bauen. Es gibt aber auch die, die versuchen so wenig wie möglich anzuecken. Sie machen eine Ausbildung zur Erzieherin und werden nach ein paar Jahren Hausfrau und Mutter. Wieder andere sitzen ihr Leben lang vor dem Computer, buchen Eingangsrechnungen und fahren einmal im Jahr in den Schwarzwald.
Dann gibt es diejenigen, die sich selbst verwirklichen wollen. Sie gehen nicht auf Nummer sicher sondern machen das was sie erfüllt, auch wenn’s am Monatsende knapp wird. Die Verbleibenden wissen nicht, was von all dem sie machen sollen und haben Zukunftsängste.
Ich würde mich da einordnen, wo es am Monatsende knapp wird.

Ähnliches hat man ja übrigens in unserem Studium gesehen. Ich kann mich noch erinnern, dass es in der Willkommensrede im Audimax geheißen hat „Schauen Sie nach links! Nun schauen Sie nach rechts! Diese zwei Personen werden Sie am Ende Ihres Studiums nicht wiedersehen“. Einige unserer damaligen Kommilitonen machen gerade ihren Master. Wir haben uns eben für einen anderen Weg entschieden.

Ein Ballonherz braucht immer wieder neue Luft. Womit wird Olsons Ballon gefüllt?

Gute Freunde, eine zusammenhaltende Familie, kleine erfüllende Momente im Alltag, lieben und geliebt werden, Gesundheit, Erfolgserlebnisse durch das Erreichen selbst gesetzter Ziele.

Dein Studium hast du damals als Sicherheitsnetz gesehen, brauchst du das noch? Würdest du je darauf zurückgreifen wollen?

Ein Sicherheitsnetz ist nie verkehrt. Momentan sehe ich meinen Plan B aber eher im musikalischen Bereich. Sei es in der Industrie oder als Songwriter.

Kannst du dein Album in 4 Bars zusammenfassen?

Ich finde es immer schwierig selbst darüber zu urteilen. Ich zitiere deswegen meinen Freund Jan Wehn, der den Pressetext zum Album geschrieben hat.
Er sagt folgendes:

Es ist ein Album über das Loslassen und das Zurückschauen, das Aufprallen und das Ankommen. Es ist ein Album über Olsons ganz eigene Geschichte. Wenn man »Ballonherz« hört, dann weiß man, warum dieses Album so lange gedauert hat. Es steckt viel, wenn nicht gar alles von Olson darin. Alle seine Ängste, Wünsche und Träume. Für dieses Album ist Olson, wie sollte es anders sein, seinem Herzen gefolgt.

 

 

Auf Spotify könnt ihr die bereits veröffentlichten Lieder seines am 29.August erscheinenen Albums “Ballonherz” hören:

 

Copyright der Bilder: Christian Brecheis

 

friends, news, words

MEIN UMZUG IN DIE BERUFSWELT TEIL 4 – C&A

Einige werden es schon mitbekommen haben.
Ich habe die Fronten gewechselt.
Von der Agenturseite, ging es für mich in Februar auf die so genannte Unternehmensseite.

Auch meine Aufgabe hat sich verändert.
So ging es bei GREY darum, an der Agenturfront zu stehen und das Unternehmen im Netz zu repräsentieren. Nun bin ich bei C&A verantwortlich für die Europäische Social Strategie und meistens im Hintergrund des Geschehens.

Spannend!

Das Projekt was ich euch hier kurz zeige, gehört zwar nicht zu meinen Hauptaufgaben, aber dennoch war es das erste vollständige Projekt, welches ich betreut habe.

Zusammen mit BWGTBLD haben wir innerhalb von 40 Stunden dieses unglaublich schöne Event-Video in Paris geschossen.

Hier seht ihr ein paar Making-Of Bilder von Janni und natürlich das wundervolle Ergebnis der zwei schlaflosen Nächte:

news, tv

Wie ich heute morgen die hübsche Blondine aus dem Club traf.

Am frühen Morgen traf ich sie.
Die hübsche Blondine die ich von den unzähligen Partys des Düsseldorfer Nachtlebens kenne.
Das ein oder andere mal habe ich mich auch schon von ihr im hippen Burger Laden bedienen lassen, wo ich sie seit längerem nicht mehr gesehen habe.
Ja Facebook Freunde sind wir auch.
Im nicht digitalem Leben würde ich sie eher als Bekannte bezeichnen, mit der ich zwischen Tür und Angel auch ein paar nette und ehrliche Worte wechseln kann.

Nennen wir sie Anna.

Eines der Stereotypen meines Umfeldes:

Bewusst oder unbewusst war sie an den meisten Orten wo ich sie traf der Mittelpunkt des Raumes.
Wahrscheinlich ist es ihre Größe und ihre langen blonden Haare.

Anna wirkte immer zufrieden auf mich.
Vielleicht nicht erfüllt, aber bestimmt nicht unglücklich.
Aber was kann man auch schon aus den Antworten von Fragen wie: “Hey lange nicht gesehen, wie geht es dir?”, für schlaue Erkenntnisse ziehen?

Heute morgen wirkte sie glücklich an der Haltestelle.
Unter ihrem schicken Mantel trug sie eine feine Business-Bluse und stolzierte mit ihren Vans auf mich zu.
Sie erzählte mir, dass sie ihre Ausbildung begonnen hat und sie endlich ihre Bestimmung gefunden hat.
Zwar könne sie anstatt zwei mal in der Woche, nur noch ein mal weggehen, aber sie freut sich darüber, dass sie sich voll auf ihren Job konzentrieren kann, ohne weiter als Aushilfe im Burger-Laden arbeiten zu müssen.

Die selbe Person im einen anderen Kontext hinterlässt plötzlich ganz andere Eindrücke auf mich.

Das nächste mal wenn ich Anna im Club treffe, weiß ich, dass sie dort ist um ihren Alltag zu zelebrieren und nicht um den Alltag hinter sich zu lassen.
Zumindest hoffe ich das.

Von ihr. Von mir. Von uns allen.

Denn das sollte doch der eigentliche Grund des “feiern gehens” sein, oder?

Vielleicht ergeben sich dann im Nachtleben auch interessantere Gespräche als der übliche Floskelaustausch.

Lasst uns Clubs wieder zu Begegnungsstätten machen und auf das eigene Leben anstoßen, anstatt den einen oder anderen DJ für seinen Fame und Erfolg anzubeten.

Denn auch wir haben die Möglichkeit unser Leben so zu gestalten, dass wir uns stolz der Welt präsentieren können.

friends, words

Mein Weltjugendtag ist nicht katholisch. Sondern HipHop.

Ich war letztes Wochenende beim Weltjugendtag.
Bei unserem Weltjugendtag.
Ich spreche nicht vom Zusammentreffen der katholischen Kirche.
Ich spreche von Juste Debout.
Einer HipHop Tanzveranstaltung in Paris, wo Menschen aus aller Welt eine Bühne geboten wurde. Wo sie allein durch ihre tänzerischen Fähigkeiten Anerkennung der Anwesenden für sich gewinnen konnten.
Allein die universelle Sprache der Musik hat Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Herkünften an einen Ort zusammengebracht und das Leben zelebrieren lassen.

3

Exemplarisch habe ich hier ein Video gedreht, wo sowohl meine Wurzeln(Taiwan), als auch meine Heimat(Deutschland) präsentiert wurden.

Ein Marokkaner organisierte meine Busreise zur Veranstaltung.
Ich saß neben einer Deutschen.
Habe Karten mit Menschen aus Angola und Syrien gespielt.
Zugejubelt haben wir Freunden aus aller Welt die tänzerisch gegeneinander antraten.

Ihr wisst was ich meine…

Hip Hop vereint.

Und das spiegelt sich in unserer heutigen Gesellschaft wieder. Sogar in der Wirtschaft.

Das vergangene Wochenende bekräftigte mich ein mal mehr mich mit den Thesen von Steve Stoute auseinanderzusetzen.
Er beschäftigt sich mit dem kulturellen Einfluss von HipHop auf die Industrie und die daraus resultierenden Konzepte.
Er verantwortete u.a. die Mega-Deals von Jay-Z & HP, Justin Timberlaker & McDonalds oder Allen Iverson/Jadakiss & Rebook.

In seinem Buch “The Tanning of America” beschreibt Steve Stoute die Zusammenhänge von HipHop und stellt die Beziehungen zur globalen Masse dar.

Ich habe es jetzt schon seit Monaten zu Hause im Schrank und wahrscheinlich habe ich mir auch jedes zu diesem Thema geführte Interview mit Steve angeschaut.
Aber das vergangene Wochenende motivierte mich nochmals, mich intensiver mit meiner Kultur auseinander zu setzen.

Was denkt ihr über Hip Hop?
Ist es wirklich mehr als die Musik?
Wie lange wird die HipHop Kultur noch Einfluss auf unsere Welt haben? Und im welchen Ausmaß?

events, words

#AllYuCanEat: Week 3 in Taiwan

Spätestens wenn man im Flugzeug sitzt und dieses Tablett vor sich hat, weiß man, dass der Urlaub vorbei ist:

Drei Wochen habe ich es mir gut gehen lassen in meinem Heimatland Taiwan. Schöne Momente mit Freunden geteilt, Fotos an traumhaften Orten geschossen und natürlich über die vielfältige Kulinarik berichtet. (Teil 1 & Teil 2)

Nicht nur der Abschied mit meinen Freunden und Verwandten fiel mir extrem schwer, auch die vielfältige Küche dieser kleinen Insel werde ich sehr vermissen. Deshalb werde ich jetzt das letzte mal in Erinnerungen schwelgen und euch #AllYuCanEat Teil 3 präsentieren. Ich hoffe, dass ich euch ein wenig Angst vor eurer nächsten Asien Reise nehmen konntet und ihr euch gar auf die Esskultur auf der anderen Seite der Welt freut!

Schnitzelteller mit Reis und Gemüse 2€ + Suppe mit Fischbällchen und Gemüse 1€:

 

 

 

Strawberry-Cheese Pancake 4,50€:

 

Verschiedene Spieße Variationen zum Bier (kann mich nicht mehr an den genauen Preis erinnern…):

 

 

 

 

 

Oden Variationen 1,50€ + Reisnudelsuppe mit Austern und Darm 1,80€:

 

 

2 Ente Variationen von einer halben Ente (1 mal gegrillt und ein mal gebraten) 6,25€ + Homecooking:

 

 

 

 

 

Frische Wan-Tan 2€:

 

Suppe mit Fleisch, Gemüse und Reisnudeln 1,30€:

 

Gegrillte Mini-Würstchen 4 Stück 0,70€:

Fisch + Krabben + Muscheln vom Meeresfrüchtestande 12,50€:

 

 

 

 

Frittierte Sandwich 1,40€:

 

Spinat mit Sesamsoße und Bonito Flocken, Miso Suppe, Sashimi Don, Nigiri mit Gansleber, Makirolle mit Lachs insgesamt 22€:

 

 

 

 

 

Tofu-Nachspeise 0,70€:

Pommes mit Schafskäse, Brokoli mit pochiertes Ei, mit Blauschimmelkäse gefüllte Datteln im Speckmantel, Burger mit Kartoffelsticks, frittiertes Hähnchen in Joghurt-Marinade mit frischem Knoblauch + ganz viel Alkohol für insgesamt 3 Personen ca. 100€:

 

 

 

 

 

Gebratener Reis, Hähnchen + Ente, Dim Sum Variationen 43€:

 

 

 

 

 

 

 

 

Aal-Don 12€ + Tempura Variation 5€ + Spinat 1€ + Miso Suppe 1€:

 

 

 

 

Deluxe-Bento 3,50€:

 

Homecooking unbezahlbar:

 

 

 

 

 

Flugzeugmahlzeit im Hin- und Rückflug eingerechnet:

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